Medienlinguistik

Mein Habilitationsprojekt befasst sich mit den Gestaltungsprinzipien von TV-Wissensdokus. Diese Wissensformate stehen im Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung und greifen daher auf diverse Strategien zurück, die unter die Begriffe der Emotionalisierung, Dramatisierung und Personalisierung fallen. Ziel des Projekts ist die Beschreibung dieser Strategien in Dokureihen wie Timewatch (BBC) oder Terra X (ZDF) – angefangen von wiederkehrenden sprachlichen Gestaltungsmitteln bis hin zur multimodalen Aufmachung der Sendungen.

Im Zusammenhang mit diesem Thema habe ich mit Prof. Dr. Annette Sabban im Oktober 2015 die Tagung Wissensformate in den Medien – interdisziplinäre Perspektiven an der Universität Hildesheim veranstaltet (das Tagungsprogramm kann hier eingesehen werden). Der Tagungsband Wissensformate in den Medien. Analysen aus Medienlinguistik und Medienwissenschaft ist Ende 2016 im Verlag Frank & Timme erschienen. Den Band können Sie hier herunterladen.

In Kooperation mit der Universität Antwerpen arbeite ich außerdem zum Thema „Hassbotschaften im Internet“. Ein Teil des Projekts besteht in der Beschäftigung mit politisch motivierter Hate Speech auf Twitter, in dessen Rahmen wir ein Programm zur automatisierten Erkennung von Hassbotschaften entwickelt haben (s. Publikationsliste). Einen Teil der Berichterstattung finden Sie beispielsweise unter folgenden Links:

https://meedia.de/2018/04/13/wie-kuenstliche-intelligenz-gegen-hass-im-netz-funktioniert-eine-moderne-technik-mit-vielen-fragezeichen/

https://www.focus.de/digital/internet/hassbotschaften-im-netz-forscher-entwickeln-programm-zum-erkennen-von-hass-tweets_id_8510372.html

https://www.zdf.de/wissen/nano/grenzwertige-posts-in-roboterhand-100.html